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Jubi 2005

 Düsseldorf, 29. - 31. Juli 2005 


Ein fabelhafter Bericht von Jack

Freitag, 29.07.2005

Erinnert sich noch jemand an seine erste Fete? Also so eine richtige Fete in einem dunklen Partykeller mit Musik. Ich war etwa 11 oder 12 und wurde von einer Nachbarstochter eingeladen. Wow, war ich stolz und meine, ausschließlich männlichen, Klassenkameraden konnte ich damit so richtig beeindrucken. Ich freute mich in den Wochen vor Tag X tierisch, bis zum Nachmittag des besagten Tages; ich wurde nervös: Wer wird denn alles da sein? Da kenne ich doch kaum einen. Werden die mich so nehmen wie ich bin? Muß ich da tanzen? Am liebsten wäre ich da gar nicht hingegangen, so übel wurde mir. Ich ging hin und der Abend wurde ein Disaster, ich kannte natürlich kaum jemanden und vor lauter Unsicherheit fing ich an mich zu verstellen, was überhaupt nicht gut ankam. Ich war schließlich froh, als alles vorbei war.

Warum ich das jetzt als einleitende Worte für einen Bericht zum Thumb-Jubi 2005 gewählt habe? Ganz einfach, ich erinnerte mich wieder daran als ich am frühen Nachmittag des Jubi-Freitags an meinem Schreibtisch saß. Nur diesmal war alles anders. Keine Spur von Nervosität und die Vorfreude der vergangenen Tage und Wochen erreichte seinen Höhepunkt. Hoffentlich kommen auch viele, die ich noch nicht kenne, dachte ich und daß ich bei Thumb sein kann wie ich bin ohne mich verstellen zu müssen, hatte ich bereits bei einigen ThumbThings festgestellt. Also, ich war froh, daß das Jubi-Wochenende begonnen hatte und konnte es (frei nach Beate) kaum erwarten

Allerdings ist das Jubi-Wochenende etwas besonderes im Thumb-Kalender. Klar, FedCon & RingCon sind ganz große Treffen, aber das Jubi ist, wie der Name schon sagt, das Treffen, mit dem alles begann. Sicher ist es nicht leicht, gerade bei diesem Event, vor so viele Leute zu treten und zu sagen:"Hallo, ich bin der Neue". Ich hatte bereits an einigen TT's teilgenommen, so waren mir einige bereits vertraut, da blickte ich sogar der sagenumwobenen Aufnahmeprüfung voller Zuversicht (und Vorfreude) entgegen.

Tja, die Aufnahmeprüfung. Bereits bei meinem First Contact mit Thumb, wurde ich bereits darauf hingewiesen. Ich fand klasse, was Thumb so macht und irgendwie sah ich mich in diesem verrückten Haufen wieder, also habe ich mal an die Tür geklopft. Hier ein Teil der Antwort:

"... solltest du dich anmelden wollen, bist du erst mal noch kein Mitglied, sondern nur im Forum angemeldet. Die Mitgliedschaft mußt du dir "verdienen". Spätestens nach der Aufnahmeprüfung darfst du dann auch ein Clubshirt tragen..."

Elitär? Nö, nur ein zusammengewachsener Kreis, der ein wenig darauf achtet, wer sich denn so dazu gesellt. Das gefiel mir und ich wollte herausfinden, ob es passt. Es passte und nun war es da, das TT mit der Aufnahmeprüfung.
Die Tasche war gepackt, alle Zutaten standen bereit (auch wenn ich etwas Sorge hatte, daß das übliche Thumb-Chaos dafür gesorgt hatte, daß wir mehr Ketschup als Getränke hatten.)

Und dann fuhr ich auch schon los. Natürlich hatte ich wieder getrödelt und war spät dran. Gerade losgefahren, rief mich jc an, wo ich denn bliebe. (Genau wie bei Dee's und Chritz' Umzug *schluck*). "Macht nichts, es fehlen noch ein paar..." Herrje, nur ein paar? Jetzt aber auf die Tube drücken. Da ich mich in Düsseldorf nicht so gut auskenne, verließ ich mich voll auf meine Trulla (aka Navi) und wurde bitter enttäuscht, da ich wohl mehrfach am Hotel vorbeigefahren bin, ohne es als diese erkannt zu haben. Auf die Tatsache, daß ich mich auf einmal wieder auf einer Straße ohne Wendemöglichkeiten wiederfand, die aus Düsseldorf heraus führte, möchte ich jetzt nicht genauer eingehen.

Aber jc stand glücklicherweise vor dem Hotel und dirigiert alle verlorenen Thumbler via Handy und mit ruhiger Stimme zielsicher zum Thumb-Hotel. Als ich endlich ankam, konnte ich mit noch nicht mal bedanken, da der Mann schon den nächsten Irrläufer "betreute".

Es wurde begrüßt, geknuddelt, sich vorgestellt und flugs die Zimmer bezogen (Nina hatte alles bestens organisiert), denn es ging schon bald weiter zum "Frisco", wo bereits der Rest der Truppe auf uns wartete. Der Thumb-Tross setzte sich in Bewegung und nach einer kurzen Fahrt mit der Tram erreichten wir das besagte Etablissement, welches vor einigen Wochen von einer Vorhut erfolgreich auf Thumb-Tauglichkeit geprüft wurde.
Waren wir damals wirklich im gleichen "Frisco" gewesen, als uns das emsige Personal "fast" alle Wünsche von den Augen abgelesen und alle Bestellungen in Windeseile an den Tisch gebracht hatte? Wohl kaum, denn an diesem Abend war der Service eher durchwachsen. Egal, es waren viele Thumbler aus ganz Deutschland zusammengekommen und die ließen sich durch nichts die gute Laune verderben. Es wurde viel getrunken, gegessen und gelacht und es war auch meinen Tischnachbarn Voxelmaster und Rasgor zu verdanken, daß ich lange Zeit vergass, meinen Platz auch mal zu wechseln und mich zu Thumblern zu setzten, die ich noch nicht kannte. Da diese aber häufig von alleine kamen, machte das nicht so viel. So lehnte ich mich zufrieden zurück und fühlte mich in dieser Runde sauwohl. Es war auch schön zu sehen, daß einige Thumbler, die nur an diesem Abend Zeit hatten, vorbeischauten; Trekbaby, Regina und der Fahrer ließen es sich nehmen und waren schon ziemlich traurig, daß sie beim Grillen nicht dabei sein konnten. Es ist schon traurig genug, an einem großen TT nicht teilnehmen zu können, aber dabei zu sein und dann wieder weg zu müßen, das ist bestimmt bitter. Danke schön, daß ihr gekommen seid.

Wenn dann mal ein Kellner kam, mußte er sich bitterböse Blicke von Bevi gefallen lassen, und wir fanden es schon witzig, wie der Gute mächtig ins Rudern kam ob der massiven Bestellungen. Schließlich war es kochendheiß im Lokal und ein kleines Fenster bot nur unwesentliche Abkühlung, also mußten wir aus gesundheitlichen Gründen jede Menge Bier und Coctails zu uns nehmen.

Ich hatte schon einige von Admirals Video-Meisterwerken gesehen und so konnte ich voll und ganz nachvollziehen, daß ihm an diesem Abend der "Oscar" verliehen wurde. Gratulation nochmals an dieser Stelle. Mit verdientem Stolz ließ er, den "Oscar" fest in der Hand, ein Blitzlicht-Gewitter über sich ergehen. Aber es wäre nicht der Admiral, wenn er sich auf seinen Lorbeeren ausruhen würde; schon wenig später zog er wieder mit seiner Videokamera seine Bahnen." Ich muß doch jetzt dem "Oscar" gerecht werden" sprach er und filmte fleißig drauf los.(Das Ergebnis hatte dann auf der zurückliegenden Ring*Con Welturaufführung und jeder muß zugeben, daß er eigentlich wieder einen Preis verdient hätte; unseren Respekt und Dank hat er auf jeden Fall)

Eine schlechte Nachricht überschattete allerdings den schönen Abend: Der Wetterbericht für den nächsten Tag. 92 % Regenwahrschein-lichkeit ist nun etwas, was die Planung des Grillens am Rheinufer ziemlich beeinträchtigt hätte.Nun gut, ich setzte meinen ganzen Optimismus auf die 8%-Karte und war ziemlich zuversichtlich, was mir aber schräge Blicke einbrachte.

Zu vorgerückter Stunde (Die Rechnung war, allen Voraussagen zum Trotz, aufgegangen) wurde noch schnell ein Gruppenfoto gemacht ( war gar nicht so schwierig, Solan *g*) da brach dann doch noch Thumb-Chaos aus, als es um die Belegung der Großraum-Taxis in Richtung Hotel ging. Als der Rauch sich verzogen hatte, standen ein Jack und ein Quark vor dem "Frisco" und alle waren weg. "Hast Du die Adresse vom Hotel, Quark?", "Nö" kam als Antwort, aber glücklicherweise kam noch ein Großraumtaxi, in dem wir wie ein Silberhochzeitspaar auf der hinteren Bank Platz nahmen. Da am Ende der Straße noch eines der Thumb-Taxis zu sehen war, schrie ich unseren Fahrer an "Folgen sie dem Taxi!" und war ganz stolz, denn als leidenschaftlicher Kinogänger wollte ich diesen berühmten Satz schon immer mal gesagt haben.

Im Hotel angekommen, hörte ich dann noch was von Room-Party bei jos, dee & chritz auf dem Zimmer. Schlafkleidung erwünscht, hieß es. Hab isch net, so bin ich mit Jeans da angetreten, was mir einen strengen Kommentar von jos eingebracht hat. Egal, morgen wird ein langer Tag, so sind Rasgor und ich dann recht bald auf unser Zimmer gegangen. Ich wollte noch kurz die Handtuch-Aufteilung erörtern, aber habe schnell gemerkt, daß dieses Gespräch zu nix führt.
Noch kurz über ein wenig über den Abend nachgedacht. Nein, meine erste Fete ist da ganz anders verlaufen und ich war ziemlich happy im Hotel geblieben zu sein, wo gerade so viele Thumbler Schäfchen zählen und sich auf den nächsten Tag freuten. Ich war einer davon und es war doch erst Freitag.


Samstag, 30.07.2005

Der Samstag begann nicht so übel, wie es nach hemmungslosen Umgang mit Coctails & Bier der Fall hätte sein können. Na gut, dachte ich mir, es ist der Jubi-Samstag, also frisch, fromm, fröhlich, frei raus aus der Kiste und schnell den Tag & diverse Thumbler begrüßt. Nachdem ich den Fuß unter der Bettdecke raustreckte, holte mich die Praxis sprich Raumtemperatur wieder ein und ich beschloß spontan, in sofortige und zugedeckte Regungslosigkeit zu verfallen. Da vernahm ich im Bett zu meiner linken, ebenfalls unter der Bettdecke zusammengekauert, einige Geräusche, dem Brunft-Gegrunze einheimischer Braunbären nicht unähnlich. Da sich die Schatten der Nacht langsam verflüchtigten, fiel mir wieder ein, daß ich nicht alleiniger Bewohner dieses Zimmers war. Meinen Erinnerungen zufolge müßte das Rasi sein und tatsächlich, ein ungläubiger Rasi blickte mich mit müden Augen an. Es folgte ein echtes Männergespräch: "Morgen"-"Morgen"-"schon Zeit?"-"Ja". Eigentlich war damit alles gesagt, aber Rasi wollte wissen, wer denn als erster ins Bad geht. Das Kribbeln in meinem Fuß, der langsam wieder warm wurde, veranlaßte mich zu einem freundlichen aber bestimmten "Du!" und bevor er drüber nachdenken konnte, schob ich grinsend ein " ...aber beeil Dich, wir müssen bald los!" hinterher. Er guckte mich zwar murrend an, ließ es aber dabei bewenden und verzog sich ins Bad, wo er sich glücklicherweise ein wenig Zeit ließ und mir die selbige gab, nochmal kurz einzunicken. Ich ahnte noch nicht, daß er am nächsten Morgen den Spieß herumdrehen würde.

Geschniegelt und gestriegelt gingen wir nun ins Foyer, wo die anderen schon auf uns warten würden, aber auf dem kilometerlangen Flur lenkte Rasi unser Gespräch auf die bevorstehende Aufnahmeprüfung für die Newbies Chenina, Rebell, Rasi, Nessi und mich. Er zog mich konspirativ zur Seite und meinte stirnrunzelnd, "... ist dir eigentlich aufgefallen, daß die Neuen alle auf dieser Etage untergebracht sind? Das hat bestimmt mit der Aufnahmeprüfung zu tun; die kommen uns bestimmt heute nacht besuchen!" Um dem entgegen zu wirken, beschlossen wir, ab diesem Moment jedem, der uns nach unserer Zimmernummer fragt, die falsche Etage zu nennen. Ich schlug vor, wir könnten doch den Spieß umdrehen und unsererseits auch eine Aufnahmeprüfung für die Oldies einzuführen. Rasi rieb sich die Hände und in seinen Augen funkelte es. "Jau, heute Nacht". Angesichts dieser Entwicklung schritten wir pfeifend den Flur entlang und hörten schon bald die lieben Thumbler im Foyer.

Den um Freundlichkeit bemühten Blicken des Hotelpersonals an der Rezeption entnahm ich den heißen Wunsch, daß Rasi und ich hoffentlich die Letzten seien und die Gruppe sich bald in Bewegung setzen möge; aber bitte außerhalb des Gebäudes.

Alle hatten schon Kohldampf und angesichts der Tatsache, daß wir kein Frühstück gebucht hatten und es fast Mittag war, schien der nahegelegende Bahnhof als erstes Ziel des Tages perfekt zu sein. Nein, das zweite; zunächst galt es, Nina zu finden. Als das erledigt war, zogen wir los. Es wurde heftigst über das schlechte Wetter gesprochen und nachdem JC mich noch über den Vorteil einer Thumb-Email-Addy aufgeklärt hatte, ließ ich mich wie gewohnt langsam ans hintere Ende der Gruppe zurückfallen, um eventuelle Thumb-Fohlen wieder einzufangen, die sich zu weit von der Herde entfernten. Am Sonntag ist mir aufgrund einer jubi-bedingten körperlichen Schwächung, von der ich an diesem Samstag Mittag noch keine Ahnung hatte, fast der Tom durch die Lappen gegangen, aber da alle Thumbler immer gegenseitig aufeinander achten, ist da nix passiert.
Schnell wurde der Frühstücksplan verworfen und gegen handfeste Nahrung in einem kleinen Bahnhofs-Restaurant getauscht. Das Personal reagierte mit unverständlichen Blicken als wir der Reihe nach hineinkamen und erinnerten mich an Matthias aus "Life of Brian". Kurze Zeit und einiges Tischherumgerücke später saßen dann alle und der Geräuschpegel fiel nur kurz während des Speisekarten-Studiums ab. Als Kraftnahrung wurden Tortellinis und Stramme Mäxe gereicht, was mir als Gelegenheits-Frühstücker recht entgegen kam. Einiges Gemaule ließ sich auch vernehmen " ... mir wär'ein Brötchen jetzt lieber... wo sind die Nuschni's?", aber alle fügten sich und mampften vor sich hin. Da Gina ihr Auge auf bunte Disney-Eisbecher geworfen hatte, welche Perfekt als Mitbringsel für ihre Kid's geeignt wären, kamen einige von uns sogar noch in den Genuß des Disney-Eisbecher-Inhaltes, da dieser die Rückfahrt am Sonntag nur bedingt überlebt bzw. erlebt hätten.

Nach dieser Stärkung erwachten selbst die letzten Lebensgeister (oder konnte ich in manchen Gesichtern der Wunsch nach einem Mittagsschläfchen entdecken?) und nachdem alle bezahlt hatten, setzte sich der Thumb-Express wieder in Bewegung Richtung Hotel, wo es noch das "Zeug" zu holen galt. Ab und zu gestattete ich mir die Frage nach dem Ablauf, aber nach dem dritten " Mann, sei doch mal spontan..." hielt ich die Schnüß und ließ mich einfach mittreiben. Nicht das schlechteste auf einem ersten Jubi.

Im Hotel angekommen rannten noch einige hektisch auf ihre Zimmer, der Rest wartete in lockerer Runde vor dem Hotel. Natürlich reckten sich angesichts der Grillerei einige der Köpfe in den noch sonnigen Düsseldorfer Himmel, aber in der Ferne kündigten sich schon einige dunkle Wolkenfelder an. "Das hält sich schon" meinte ich zur optimistischen Grundeinstellung beitragen zu müssen, was mir allerdings wieder schräge Blicke einbrachte. Der "98%-Regenwahrscheinlichkeits-Schmerz" schien bei einigen Thumblern tief zu stecken, aber wir waren nun mal da und dennoch waren sich alle einig, das Beste aus dem Tag zu machen.

Lana kam vorbei gehüpft und meinte: "Na? Hast Du auch an Chakalaka gedacht?". Chakalaka wurde bereits intensivst im board thematisiert; einigen gefiel die Werbung, andere waren voll des Lobes und die meisten wußten noch gar nicht, was sie davon halten sollten. Was sie nicht wußten, ich hatte noch einen Pott Tzatziki und eine feine "Gourmet"-Currysauce zubereiten lassen, für den Fall, daß Chakalaka ein Reinfall wurde. Letztlich kam es ganz anders, Chakalaka wurde schon fast kultig verehrt und die Currysauce schamlos verschmäht. Na ja, ein vielfältiges Angebot ist besser als lange Thumb-Gesichter.

Lana's Frage ließ sich leicht beantworten, da die Gruppe sich bereits in Richtung Parkhaus bewegt, wo das Zeug (Grillkohle, Getränke, Saucen, Decken, etc.ect.) aus den Autos geladen wurde. Ok, Lana war zufrieden als sie die bunten Chakalaka-Flaschen gesehen hatte, aber mir war der Gedanke nicht so angenehm, mit all dem Zeug unterm Arm "quer durch NRW" zu rödeln, auch wenn es nur in der Straßenbahn wäre. So wurde mein Wagen kurzerhand zur Küche auf Rädern umfunktioniert und Admiral & ich fuhren dann schon mal zum Rheinufer. Der Rest der Meute stieg in die Straßenbahn und langsam hinterher.

Am Rheinufer angekommen fingen wir schon mal mit dem Entladen an, aber Admiral nahm sich etwas Zeit, mich mit einigem Hintergrundwissen zu versorgen: Wie es dazu kam, daß sich regelmäßig an dieser Stelle getroffen wird, die Bedeutung der Säule usw. So bekam ich immer mehr Informationen, was es denn bedeutet, "Thumb" zu sein und trotzdem an liebgewonnenen Traditionen festzuhalten. Das das Jubi ein besonderes ThumbThing ist, das hatte ich schon lange begriffen, aber nun, im Schatten der besagten Säule,konnte ich es fast hören, das Schlachtgetümmel vergangener Epochen, äh nein, das Gegröhle vergangener Jubi's.

Aprospos Gegröhle; die Straßenbahn hatte zwischenzeitig den 1. großen Trupp an Thumblern abgeladen und dieser bewegte sich jetzt auch lautstark die Abhänge zum Rheinufer hinab. Ich schaute wieder gen Himmel, wo es sich langsam verdunkelte, allerdings war das nichts gegen einige finstere Gesichtsausdrücke. "Oh nein! Was haben die denn mit unserer Säule gemacht?"
Tatsächlich wurde die Säule von einem großen Baugerüst umrahmt. Ob dies dazu diente, Thumbler vom Gerüst fernzuhalten oder ob die Schäden vom letzten Jubi immer noch nicht restauriert wurden, dies waren Gedanken, die die Gruppe nun beschäftigte. Doch zunächst galt es, daß Jubi-Lager 2005 aufzubauen. Ich war überrascht, wie dies ohne große Kommunikation ziemlich zügisch und strukturiert von statten ging. Rubbediekatz war eine Feuerstelle ausgebaut, Sitz- und Liegemöglichkeiten wurden um den Grill drappiert, Getränke zwecks Kühlung im Rhein geparkt, Musik lief schon und ein kleiner Jagd-Trupp angeführt von Gina, setzte sich in Bewegung um das Essen für den Abend zu schießen.
Da alles so gut ablief, zischten kurz darauf auch schon einige Bierflaschen, die Jungs taten das was Jungs so tun (trinken, schweigen und auf den Rhein starren) und die Mädels, was Mädels so tun (lästern, singen und über Frauenzeuch reden). Nichtsdestotrotz wurde das Thumb-Lager von einer wiedergekehrten wärmenden Sonne eingelullt und aufmerksame Beobachter konnte feststellen, daß unser Quark bereits zu einem kleinen Schläfchen angesetzt hatte.

Aus den Fehler des letzten Jahres, als eine Rheinwelle die Getränkekisten weggespühlt hatte, wurde gelernt. Unter kritischer Aufsicht von Dee wurden nur die schwersten Steine als tauglich erklärt, die Kisten im Wasser ausreichend zu beschweren, damit dieses Mal nichts passiert. Zudem befand sich der Thumb-Getränkemarkt diesmal in einer kleinen Furt, die nicht direkt mit dem Rhein verbunden war. Mit diesem Wissen war die Mittagsruhe noch ein wenig friedlicher. Chritz hatte zudem ein waches Auge auf die Größe der Rheinschiffe die unsere Stelle passierten. Es mag an den Bundesliga-Übertragungen gelegen haben, aber die zwei(!) Riesenpötte, die einander passierten, wurden nicht weiter beachtet; die Welle, die die beiden im Kiel zurückließen und sich nun langsam auf die Getränke zubewegte, löste allerdings sofortige Bewegung bei den Thumblern aus aber es war zu spät. Die Furt wurde überspült, die lächerlichen Steine auf den Kisten weggewischt und als sich das Wasser beruhigt hatte, schwammen diverse bunte Kisten, Bier-, Wiskey-, Absinth- und Tequilaflaschen kieloben; ach, und die Furt wurde nie mehr gesehen. Nun ist der Thumbler an sich ja eine bedeutende Spezies: ruhig bis zu dem Punkt, bis es einem Mit-Thumbler nicht gut geht oder wenn es an den Alkohol-Vorrat geht. In diesem Sinne stürzten sich plötzlich alle wie weiland David Hasselhoff in die Fluten und retteten, was noch zu retten war. Einige nahmen die geborgenen Flaschen am Ufer in Empfang und begannen mit ersten lebensrettenden Maßnahmen. (Exkurs: ich hatte zuhause versprochen, nicht in den Rhein zu springen, da es da über den Sommer schon mal zu gefährlichen Strömungen kam. Respekt Jack, Versprechen in Rekordzeit gebrochen)

Bis auf eine Sangria-Flasche und einigen harmlose Bierchen konnte wohl alles soweit geborgen werden und nachdem Schuhe & Hosen getrocknet waren, ging es da weiter, wo wir aufgehört hatten; faulenzen und auf den Rest warten. Der 2. Thumb-Tross war zwischenzeitig auch aufgeschlagen, Ensign baute seinen Thron sowie die Kühlbox auf und Nessi spielte abwechseln mit einer Kamera und einer Flasche Bier. In der Ferne sahen wir sich den Trupp der Jäger nähern, die Kaisers-Tüten, äh, die Beute im festen Griff und sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Jagd. Jetzt hielten Voxel und Jc die Zeit für gekommen, den Grill in Betrieb zu nehmen. Bevor das aber zu sichtbaren Ergebnissen führen konnte, kam erneut Wallung in Gruppe. "Überraschungsgast" Tom erschien am Horizont und da sich alle freuten freute ich mich auch; zur Begrüßung schmiß er erstmal ein paar Thumbler in den Rhein und da jetzt eh alle auf den Beinen waren, rief jemand "Gruppen-Foto!" Kennt ihr das bei Familienfesten?: Muddi fragt, wer denn beim Spülen hilft und auf einmal sind alle weg oder haben wichtigeres zu tun.
Ruft jedoch bei einem TT jemand "Gruppen-Fotooo!", dann wird alles stehen und liegen gelassen, keine Zeit verloren und alle haben ein fettes Lächeln im Gesicht. Bei diesem Jubi wurde es dann sogar recht sportlich, denn das zuvor erwähnte Gerüßt wurde in Windeseile erklommen und allen Bedenken zum Trotz wurden alle Ebenen mit Thumblern bestückt. Das Ergebnis ist m.E. eines der schönsten Gruppenfotos geworden, schon heute ein Thumb-Klassiker, auch wenn leider einige Memberchen fehlten.

Nach diesem Photo-Shooting machte sich hochmotivierte Emsigkeit breit und es wurde an verschiedenen Ecken gewerkelt: der Grill wurde nun konsequent angestochert und bedient, Zutaten schon mal um den Grill verteilt,Voxel analysierte die lustigen Chakalaka-Flaschen, einige konspirierten vor sich hin und am Rheinufer suchte Admiral & Nessi die ideale Stelle für Filmaufnahmen. Ich schaute skeptisch zu den beiden herüber, die Ensigns Stuhl wenige Meter vor der dicken Kamera postierten; "die werden doch wohl nicht...?", fragte ich mich und die Ahnung wurde Gewißheit als ich Bevi flüstern hörte: "Wir sollen uns da alle der Reihe nach hinsetzen und irgendwas sagen".
Alle machten mit denn thumb-sein bedeutet auch über seinen Schatten zu springen und das perfekt zusammengeschnittene Video macht uns allen noch bis heute sehr viel Freude.

Ich persönlich fühlte mich schon wieder sauwohl in dieser Runde, auch wenn Chritz zwischendurch meine Feststellung, das sonnige Wetter würde sich halten, mit einem "... dein Optimismus kotzt micht an!" quittierte. Um so mehr freut es mich, daß es an diesem Nachmittag nicht einmal geregnet hat.

Die Grillerei nahm so seinen Lauf und Voxel, der dem Chakalaka mittlerweile völlig erlegen war, mutierte zum perfekten Grillmaster dieses Jubis; seinen Schlachtruf "Chakaaaalakaaaaa!" signalisierte selbst den Fußgängern am anderen Rheinufer, daß wieder eine Ladung Grillgut zum sofortigen Verzehr bereit liegt. Und wenn heute einer von uns im Supermarkt an den Chakalaka-Flaschen vorbeischleicht, denkt er augenblicklich an Voxelmaster und diesen gelungenen Nachmittag zurück.

Nach dem Essen (oder war es nur eine Pause?) mahnte Tom, daß es doch einige unangenehme Punkte zu besprechen gibt, bevor der Alkohol oder die gesamte Athmosphäre uns zu sehr ablenken. Zuviel war passiert in der jüngeren Vergangenheit als daß es unausgesprochen bleiben konnte und da jetzt soviele Thumbler anwesend waren, konnten einige Punkte diskuttiert und andere beschlossen werden. Das Gruppengefüge hat ein wenig gelitten und uns Newbies fiel es natürlich schwer, zurückliegende Ereignisse richtig einzuschätzen, aber da wir dem Votum der Gruppe vertrauten (was sich langfristig als überaus berechtigt erwiesen hat) und wir uns zu einigen Dingen zumindest eine eigene Meinung erlauben konnten, konnten wir schon unseren kleinen Teil dazu beitragen.
Nicht alles von dem was besprochen wurde, konnte in der Form auch umgesetzt werden, aber an diesem Abend wurden Altlasten in den Rhein geworfen und die Weichen für einen Neuanfang gesetzt. Thumb ging gestärkt und voller Zuversicht in sein drittes Jahr und auch wenn einige schon das Ende vorher sahen, wurde in den folgenden Wochen und Monaten kreativ und inspiriert an vielen Neuerungen gearbeitet.

Nach dem, wenn auch konstruktiv und wichtig, unangenehmen "Programmpunkt" folgten auch schon die Aufnahmeprüfungen. Hatte von uns ernsthaft jemand gedacht, dies sei vergessen worden? Na ja, ein wenig gehofft vielleicht, aber Dee & Tom ließen sich das natürlich nicht entgehen. Chenina kam als erster zu dem Vergnügen, während Rebell, Rasi & ich es aufgegeben hatten, uns hinter coolen Sprüchen zu verstecken. Während Chenina vorbereitet wurde, versprachen wir uns noch schnell, treu und heldenhaft auf einander zu achten. Chenina fand sich wenige Augeblicke später auf dem Gerüst wieder und mußte unter den Augen aller eine gefüllte Flasche 15 Minuten in die Höhe halten. Sie machte ihre Sache gut; aß sie den Arm zwischendurch ein paar Mal gewechselt hat, ist keinem aufgefallen; zumindest nicht Dee und Tom. Denn die ware schon damit beschäftigt, uns dreien eine beleibende Erinnerung an dieses Jubi zu verschaffen. Während ich über Mel Gibson zumindest schmunzeln konnte, als er seine Beine mit Kaltwachsstreifen enthaarte, war mir dieser Gedanke in diesem Moment nicht so angenehm. Über die "Härte" der Aufnahmeprüfung ist ja bereits viel diskutiert worden und ich werde mich aus gutem Grund zurückhalten, diese öffentlich zu kommentieren, aber Fakt ist, daß ich noch Ende September im Urlaub komisch angeschaut wurde, wenn ich in Shorts rumlief. Die Muster der Streifen hielten sich ziemlich lange, daß ich sogar versucht war, die kompletten Beine zu enthaaren damit's nicht auffällt, aber der Sommer war zum Glück schnell vorbei und meine Jubi-Erinnerungs-Streifen blieben im Verborgenen.
Chenina hatte zwischenzeitig auch ihre Prüfung beendet und einzig Nessi stand noch aus. Ursprünglich sollte Nessi am Samstag mit Gitarre surch Düsseldorf laufen und singenderweise ein wenig Geld für die Clubkasse verdienen, aber weder am Samstag noch am Sonntag fand sich die passende Gelegenheit. Na ja, Thumb vergisst so schnell nichts, so ist eine Neuauflage unvermeidlich.

Der Rest des Abends gestaltete sich wie im Marboro-Country. Das Feuer wurde auf Temperatur gehalten, es wurde getrunken, unheimlich viel gelacht und so langsam rollten sich die einen oder anderen auch schon unter den mitgebrachten Decken zusammen. Die Kamera lief zwischendurch auch immer wieder mal und als es dann langsam dunkel wurde, wurden die ersten Öl-Fackeln im Zeltlager aufgebaut. Zwischendurch schweiften meine Blicke immer mal wieder zu Rasi, der am Rheinufer auf und ab schlich. Ich machte mir kurz Gedanken, ob er die Aufnahmeprüfung psychisch gut überstanden hatte, aber ich hab dann lieber mit Gina einen Absinth gekostet.Als ich Rasi dann schreien hörte , packte mich sofort das schlechte Gewissen, bis ich erkannte was Sache war. "Hab siiiiieeee! Gefuuunden!!!". Rasi hatte erfahren, daß die Sangria-Flache immer noch vermißt wurde und so fand er keine Ruhe, bis er sie im dunklen Waasser gefunden hat. Tosender Applaus und der Untertitel "Sangria-Taucher" waren seine Belohnung; ob er auch den ersten Schluck bekam, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall mutierte er in der Folge zum "Marathon-Knuddler".

Kurz vor Mitternacht wurde es dann nochmal hektisch; Wunderkerzen wurden verteilt, die Fackeln wurden (fast alle) entflammt und alle blickten feierlich in die Runde. Auch wenn einige zwischendurch immer mal wieder verschwanden, jetzt saßen alle ums Feuer und Punkt Mitternacht wurde Thumb im neuen Lebensjahr willkommen geheißen. Schön wars und auch hier sind einige tolle Fotos entstanden, die die Situation wunderbar wiedergeben. Einige mögen Thumb fast abgeschrieben haben, aber auch sie hofften und wünschten sich einen gelungenen Neustart und alles Gute für das nächste Thumb-Jahr; recht so - das geht auch nur gemeinsam, wie der ganze Jubi-Samstag nur gemeinsam so erfolgreich werden konnte.

Eine ganze Weile später, das Feuer ging langsam aus und nicht wenige haben bereits zum Schläfchen angesetzt, hieß es dann doch, die Zelte abzubrechen; ich weiß nicht mehr genau, wann das war aber es wurde schon kühler.
Da mir jetzt genauso wenig nach schleppen war wie heute Mittag, bot ich wieder mein Auto an; diesmal als Lagerort bis zum nächsten Tag. So setzten sich die bepackten Thumbler in Bewegung, folgten mir auf dem Weg zum etwas entfernten Wagen und hofften inständig, daß ich diesen auch finden würde. Das Finden war kein Problem, sondern das vernünftige Beladen des Wagens, wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte..

Die Tour mit der Straßenbahn (oder war's die Ubahn) zum Hotel verlief recht ereignislos und gesprochen wurde auch nicht mehr so viel; Müdigkeit machte sich breit.

Rasi hatte noch schnell zur Roomparty geladen, da nach der Aufnahmeprüfung ja jeder unsere Zimmernummer wissen durfte. Hier wurde noch ein bisserl was getrunken, herumgeblödelt und nachdem Dee das Nachbarzimmer der Engländer untersucht hat,(die sich erfolglos heimlich unter uns mischen wollten) wurde die Veranstaltung dann auch bald auflöst. Da war ja schließlich auch noch der Sonntag, an dem wir was unternehmen wollte.

Es wurde noch schnell ein Männergespräch zu Ende gebracht, daß am Morgen begonnen wurde, "Nacht!" - "Nacht!", und der Schlaf ließ nicht lange auf sich warten. Übrigens, die Aufnahmeprüfung für die Oldies führten wir dann in unseren Träumen durch.


Sonntag, 31.07.2005

"Chakalakaaaaa! Chakalakaaaaa!" Aus den Tiefen eines Traumes drangen diese schönen Worte zu mir durch, ließen mich lächeln, aber kurz drauf realisierte ich, daß war gar kein Traum-Voxel mit Grillschürze und Riesen-Grillgabel, der mir da zurief, es war Rasi, der auf seinem Bett saß: "Jääähääääck! Jääääähäääck! - Aufwachen, aufstehen, wir müssen bald lohos - Du mußt zuerst ins Bad!".

Schadenfreude funktelte in Rasi's Augen, die Revanche war ihm geglückt. Ich murmelte noch etwas wie "bei mir zeigt der Alkohol wenigstens noch Wirkung..." dackelte dann aber brav ins Bad; es war viel zu früh für ironische Spitzen. Die vier strahlendweißen Handtücher, die wir am Freitag hier vorgefunden haben, befanden sich im erbärmlichen Zustand; klüttenschwarze Stellen überall. Ich rief nach Rasi (jau, die Stimme war wieder da), der mir dann glaubhaft versicherte, daß ich selbst das gewesen bin, beim Händewaschen nachdem wir von Rheinufer zurückkehrten. Mir dämmerte da was, was mit dem Beladen meines Wagens zusammenhing,verwarf den Gedanken jedoch schnell wieder.

Keine Stunde später trafen wir den Rest der Meute wieder im Foyer, jedoch sichtlich ruhiger als noch am Vortag. Schlafdefizit und "leichter" Alkoholgenuß machte aus der wilden Meute für kurze Zeit eine Herde Lämmer; dem Rezeptionspersonal gefiel das sehr und die Abwicklung des Auscheckens verlief zu allgemeiner Zufriedenheit auf beiden Seiten.

Draußen reckten und streckten sich alle Däumlinge und selbst die Sonne war immer noch da, vermutlich um ihre treuesten Fans des vergangenen Tages noch ein wenig zu begleiten. Und tatsächlich, mit dem Ende dieses Jubis, angesichts der Situation, daß sich die Thumbler wieder trennen mußten, da war in Deutschland auch der "richtige" Sommer vorbei.

Aber der Zeitpunkt der Trennung war noch nicht da;
schnell noch das Gepäck zum Bahnhof gebracht, Gepäckfächer gefüllt, Tom vermisst, Tom wiedergefunden und die ganze Gruppe setzte sich in Richtung Rheinufer in Bewegung; die größte Distanz wurde per pedes zurückgelegt, denn Lebensgeister und Tatendrang waren zurückgekehrt.
Die Stimmen wurden wieder kräftiger und die Kalauer machten auch schon wieder die Runde. Es ging quer durch die Altstadt ( Mensch, hier war ich doch schon mal?) und es hatte sich auch schon bis zu mir herumgesprochen, daß es zum "Spanier" zum Essen geht. Nun, etwas Essen wär jetzt nicht das Schlechteste und vom "Spanier" hatte ich schon im board gelesen, also rein da.

Und wieder saßen wir alle schön zusammen und während wir auf unser Essen warteten (ich konnte sogar gebratene Chorizo bestellen, die nicht auf der Karte standen) wurde gelacht,fotografiert und heftigst über den vergangenen Tag, über Thumb,das gesamte Fandom und natürlich über unsere TV-Serien diskuttiert. (Mir wurde erklärt, daß Angel keine Sissy ist und ich das doch ruhig mal angehen sollte; Gina zeigte mir voller Stolz ihren Nintendo DS (ich glaub, so hieß er) Da mein Kenntnisstand eines Gameboy's noch mein alter in der Größe einer Kofferradios war, stieß sie bei mir auf einen äußerst interessierten Zuhörer. Das Essen war prima; schade war nur, daß aufgrund der Größe des Restaurants die lieben Thumbler an vier Tischen verteilt saßen und nicht zusammen. Na ja, geht halt nicht immer. Ich meine sogar erkannt zu haben, daß kaum noch konspiriert wurde; sollten dies die ersten Früchte des Jubis sein? Das wird die Zeit zeigen (Anmerkung: Da dieser Bericht erst ca. 6 Monate nach den geschilderten Ereignissen seinen Weg in die Tastatur fand, freut es mich sehr, bestätigen können: Die Auswirkungen und Abkommen des Jubi-Wochenende tragen noch immer konstruktive & kreative Blüten)

Nach dem Essen zog es uns wieder an die frische Luft und auch wenn es ein wenig unorganisiert wirkte (kein Wunder), gefiel allen der ausgedehnte Spatziergang am Rheinufer, gegenüber genau der Stelle, wo wir den gestrigen Tag verbracht haben. Langsam machte sich aber auch schon Wehmut breit, denn die Stunden dieses Jubi's 2005 waren gezählt. Schnell schaute sich jeder noch mal um: Mit wem hat man sich zuwenig unterhalten? - Ist alles geklärt? Menno, können wir nicht noch einen Tag dranhängen? Am Ende des Rheinufers, trennten sich bereits die ersten; Einer rief "Gruppenknuddeln!" und alle machten mit. Hier muß ich kurz einwerfen, daß einigen Memberchen zum Zeitpunkt des Jubi's das Herz ein bisserl schwer war aufgrund persönlicher Angelegenheiten. Daß sie trotzdem zum Jubi gekommen sind, ist schon klasse, aber mittlerweile bin ich sicher, daß sie sehr viel positive Energie mitbekommen und mitgenommen haben; zu präsent war einfach der Gemeinschaftsgedanke und so soll es ja auch sein.

Die Tross zog, leicht dezimiert, weiter und eroberte eine der nächsten Straßenbahnen Richtung Bahnhof, damit einige ihren Zug erwischen konnten. Da ich aber noch meinen Wagen auf der anderen Seite holen mußte, stiegen JC und ich an einer Haltestation schnell wie der Wind aus, so daß ich mich von so manchem Thumbler nicht mehr verabschieden konnte. Lektion gelernt.

Nach ca. 20 Minuten waren JC und ich dann an meinem Wagen angekommen und mir graute ein wenig vor dem Öffnen des Kofferaums. Schwach konnte ich mich an den gerissenen Kohlesack erinnern, dessen Inhalt sich nicht nur komplett im Kofferaum verteilt hatte, sondern auch die vier Handtüscher im Hotel auf dem Gewissen hat. JC guckte skeptisch, aber ich erkannte, daß das nur einer oberflächliche Sauerei war, die schnell behoben ist.Den Getränkekisten war das eh egal und die Decken haben nichts abbekommen. Guddi, dachte ich mir, merkte aber beim Öffnen der hinteren Tür, daß ich mich zu früh gefreut hatte:
Diese Duftmischung hatte schon was; ein Hauch von Gegrillten & Verbrannten vereint mit ausgelaufenen Zitrus-Lampenöl und einer herben Prise Tzatziki - und alles auf dem Rücksitz. Der Geruch ist heute weg, aber ein paar Tzatziki-Spritzer habe ich als Erinnerung behalten.

Da wir uns mit den restlichen Autofahrern am Hotel verabredet hatten um Reste des "Zeugs" auf verschiedene Wagen zu verteilen. Da nun langsam das Ende des TT's bevorstand und zwischenzeitig wieder einige von uns verabschiedet wurden, fanden Jc und ich einige betrübte Mienen vor. Aber es half ja nix; wir gingen/fuhren noch mal alle gemeinsam zum Parkaus, wo noch diverse Wagen auf ihre Besitzer warteten. Die Umladerei verzögerte sich noch ein wenig, da das Parkhaus am Sonntag geschlossen ist und dies erst noch arrangiert werden mußte. Lana und ich warteten eine Weile draußen, da hob sich das Rolltor und spuckte ein Thumb-Mobil nach dem anderen aus; Tom kam jetzt auch noch um die Ecke gebogen und auf quietschenden Reifen zu stehen. Da waren sie alle versammelt, die letzten Thumbler des diessjährigen Jubi. Nachdem alles verladen war, guckten alle ein wenig verlegen aus der Wäsche, denn keiner wollte den Anfang machen und sagen: " Oki, ich fahr dann mal, tschüß"

So standen wir dann noch eine Weile dort herum, aber irgendwann kam doch ein Ruck in die Gruppe und auf einmal gings ganz schnell. Verabschiedung,Knuddeln, rein in die Autos, kräftig hupen & weg.

Auf dem Rückweg dachte ich kurioserweise an all die künftigen ThumbThings, an denen ich aus was für Gründen auch immer, nicht teilnehmen werden kann. Kein schöner Gedanke, aber so isses nun mal.
Ich fuhr über die Rheinkniebrücke aus Düsseldorf raus, schaute nochmal nach rechts zu unserem Grillplatz, lenkte den Wagen in den Tunnel Richtung A52 und von da direkt in den Thumb-Jubi-2005-Blues.
Der Countdown zum Thumb Jubi 2006 hatte begonnen.




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